diigo Bookmarks vom 29. Januar 08

Testweise werde auch ich in Zukunft Links zu für mich interessanten Artikeln posten, und zwar mittels meines Bookmarking-Dienstes of choice: diigo.

FTD.de - Hohe Lohnforderungen zur rechten Zeit? Annotated
Vorderhand könnte vor allem die Industrie sich hohe Lohnabschlüsse locker leisten. Im Oktober lag dort die Arbeitsproduktivität um 4,7 Prozent über dem Vorjahr, während die Stundenlöhne um 2,6 Prozent zugelegt haben. Macht einen Rückgang der Lohnstückkosten um zwei Prozent. Mehr noch: Setzt man die Kernproduzentenpreise mit den Lohnstückkosten ins Verhältnis, ergibt sich, dass diese Relation um 40 Prozent über dem Mittel seit 1970 liegt, was die ungeheuren Gewinnmargen erklärt.
Ab durch die Mitte - Wulff sieht sich als Vorbild - n-tv.de Annotated
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat seinen zurückhaltenden Landtagswahlkampf zum Vorbild für die Kampagne der Union bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr erklärt.

Damit dürfte er auf offene Ohren bei der Bundeskanzlerin stoßen. Angela Merkel machte zuletzt auf dem Parteitag der Christdemokraten in Hannover deutlich, dass sie einen sanften Kurs der Mitte verfolgt und nicht auf Polarisierung setzt.

Merkel wird ihre Strategie nun bestätigt sehen, der CDU-Slogan für 2009 steht: "Wo wir sind, ist die Mitte."

Wahlanalyse: Die Mär vom Linksruck - Politik - stern.de Annotated
Im Vergleich zur Bundestagswahl im September 2005 erhielt die CDU in Hessen 122.000 und in Niedersachsen 144.000 Stimmen weniger. Von der ihr bei der Neuwahl des Bundestages vor gut zwei Jahren verbliebenen Wählersubstanz konnte die CDU in Hessen somit 89 Prozent, in Niedersachsen 91 Prozent wieder zum Gang zur Wahlurne und zur Stimmabgabe für die CDU motivieren.

In Niedersachsen sank die Zahl der SPD-Wähler zwischen September 2005 und Januar 2008 von 2,058 Millionen um mehr als eine Million auf nur noch 1,036 Millionen. In zwei Jahren verlor die SPD in Niedersachsen somit die Hälfte ihrer Wähler. In Hessen war der Wählerschwund der SPD deutlich geringer: Die Zahl der sozialdemokratischen Wähler ging von 1,198 Millionen im September 2005 um 192.000 auf 1,006 Millionen zurück (ein Schwund von 16 Prozent).

Von der Schwäche der niedersächsischen SPD konnte die Linke profitieren: Niedersachsen ist das einzige Land, in dem die Linke bislang mehr Stimmen (plus 38.000) erhielt als bei der Bundestagswahl 2005. In allen anderen Ländern, in denen seit 2005 gewählt wurde, musste die Linke zum Teil erhebliche Verluste hinnehmen. So erhielt die Linke bei den Landtagswahlen in Bremen 24, in Berlin 39, in Mecklenburg-Vorpommern 41, in Sachsen-Anhalt 43, in Baden-Württemberg 45 und in Rheinland-Pfalz 65 Prozent weniger Stimmen als bei der voraufgegangenen Bundestagswahl 2005.

Insgesamt aber ist wegen der anhaltenden Schwäche der SPD auch nach den Wahlen in Hessen und Niedersachsen kein - wie häufig behauptet - Linksruck im Lande zu registrieren. In Niedersachsen wurde das linke Wählerlager aus SPD, Grünen und Linken zusammen nur von 25,5 Prozent aller Wahlberechtigten gewählt.

Der Kommentar - Rhein-Main-Zeitung - FAZ.NET - Kommentar: Mehr als ein Blick in die Kristallkugel Annotated
Zu den Gewinnern der hessischen Landtagswahl dürfen sich die Wahlforschungsinstitute zählen. Sie haben den Niedergang der CDU seit Dezember und das Aufholen der SPD zutreffend aufgezeichnet und spätestens seit Mitte Januar den Gleichstand von CDU und SPD vorhergesagt. Auch der zunehmende Ansehensverlust von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) ließ sich in der Seismographie der öffentlichen Meinung seit Wochen ablesen.

Tatsächlich sind die Umfrageinstitute in einer systematischen Klemme. Einerseits entscheiden sich immer mehr Wähler immer später, andererseits gilt es als unschicklich, in der Woche vor der Wahl noch Umfragedaten zu veröffentlichen, weil Unentschlossene sich angeblich davon beeinflussen lassen.

mz-web.de: Die Bundestagswahl wirft ihre Schatten voraus Annotated
Noch konzentriert sich der größte Druck auf der FDP, die von SPD und Grünen trotz der Absage nach der Bundestagswahl 2005 als leichte Beute betrachtet wird. Fast schon erstaunlich ist, wie wenig Erwartungen gleichzeitig an die Grünen gerichtet werden, über eine "schwarze Ampel", ein Bündnis mit CDU und FDP, nachzudenken. SPD und Grüne hingegen fürchten nichts mehr als unfreiwillige Schützenhilfe von den Linken in Hessen. Damit hätten Union und FDP die maßgerechte Wahlkampfvorlage für den Bund.