Oligarchie in der Wikipedia

Viel Ahnung von den inner workings der Wikipedia habe ich nicht. Umso faszinierter bin ich von diesem Vorfall, in dem offenbar ein Wikipedia-Editor verbannt wurde, weil der innere Zirkel aktivster Wikipedianer (nennt man die so?) ihn für einen "Agenten" der Wikipedia Review hielt, eines Vereins, der wiederum diesen inneren Zirkel für seinen Elitarismus kritisiert.

In der anschließenden Diskussion wurde enthüllt, dass der Zirkel sich mittels eine geheime Mailingliste über irgendwelche Dinge abspricht. Das ist wohl der eigentliche Skandal. Der verbannte User durfte letzlich nach nur 75 Minuten wieder mitmachen.

Bei Mashable wird dieses bestaunenswerte Theater kommentiert:

Oligarchy is the rule of the few. Democracy is the rule of the people. Are these two mutually exclusive? Quite the contrary. It is impractical and impossible for everyone to rule; thus, a higher degree of influence and power will always be retained by the selected few. And no matter how democratically you set up a system, this will always happen, simply because most people are lazy.

Take any social network or any other online service which is supposedly “democratic” and you’ll see the same pattern: a few dedicated users have more influence than the average user.