amerikanische Wahlkampfberater

Mark 'Rizzn' Hopkins von Mashable hat den Umgang der Präsidentschaftskandidaten in den USA mit - wie er es nennt - social media analysiert:


Several weeks ago, I had the bright idea to come up with a political series for Mashable, in which I went down the list of all 19 major party declared candidates for President and graded them not on policy, but on social media utilization in the campaigns.
Sein Fazit:
The results were pretty dismal, I’m afraid. I went through the motions of writing up about 17 of the 19 candidates over the course of three days of mind-numbing clicking around on each candidates social presences. Of all the candidates, about two or three actually seemed to get how social media was supposed to work.
Das wirft möglicherweise ein - subjektives - Schlaglicht auf die stolze Ankündigung des Generalsekretärs der Sozialdemokraten, von den "Wahlkampfberatern der wichtigsten Präsidentschaftsbewerber" Kampagnenmittel abzugucken.

Vielleicht zeigt es aber auch nur, dass hier wie dort die Ausführung im Prinzip guter Ratschläge mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitert. Das mag an dem so gar nicht web-affinen Personal der Parteien liegen; könnte aber auch damit zu tun haben, dass sich politische Kommunikation in der Netzkommunikation nicht besonders gut zurecht findet. Das habe ich schon einmal ausformuliert:

Wie sie es auch dreht und wendet, Politik wird ihren hierarchischen Charakter vor der Blaupause sich ausbreitender egalitärer Netzwerkkommunikation immer weniger verhüllen können. Die Abgeordneten sind nicht wirklich frei, die Parteien sind intern quasi hierarchisch organisiert, der Bürger hat zwischen den Wahlen ruhig zu sein. Politik wird sich auf diese Umwälzungen intern natürlich einstellen (müssen), die Frage ist nur wie.