Schäuble doch nicht verrückt?

Eine sehr profunde und ausgewogene Einschätzung der gegenwärtigen Diskussionen rund um die Person Schäuble, innere Sicherheit, Online-Durchsuchungen und dergleichen liefert unfehlbar.net:

Wenn es Online-Durchsuchungen vor 20 Jahren nicht gegegeben hat, dann bedeutet das noch lange nicht, dass die Bundesrepublik vor 20 Jahren freiheitlicher gewesen wäre. Die damals geltenden Eingriffsermächtigungen zur Gefahrenabwehr waren nur eben an den damaligen Stand der Technik angepasst.

Also abseits dem Tenor derer, die Wolfgang Schäuble für einen wahnsinnigen Verfassungsbeschmutzer halten. Natürlich kann man der Meinung sein, dass seine persönlichen Motive und Präferenzen der Innenpolitik maßgeblich seine Politik bestimmen. Man sollte jedoch nicht übersehen, dass er auch "nur" Kopf eines Ministeriums und als solcher von dessen Binnenstrukturen, den Cliquen, Den Informationsströmen abhängig ist. Die wahren Zusammenhänge verbleiben leider im Dunkeln. Dennoch halte ich es für einen grundsätzlichen Fehler, Politik immer auf Einzelpersonen zurückführen zu wollen.